Römischer Katapultbolzen aus Eisen, 2.–4. Jahrhundert n. Chr. Diese massiven Bolzen wurden von römischen Katapulten und Ballisten verschossen – mächtigen Kriegsmaschinen, die für ihre Präzision und Reichweite berühmt waren (lat. onager, scorpio, manuballista). Die Reichweite betrug bis zu 300 Meter, je nach Typ der Ballista. Der Verwendungszweck war das Durchschlagen von feindlichen Schilden, Rüstungen und Befestigungen.
Dieses Relikt stammt aus der Zeit, in der das Römische Reich erbitterte Kämpfe an seinen Grenzen führte – sei es gegen germanische Stämme oder rivalisierende Usurpatoren.
Katapulte und Ballisten – Die Artillerie der Römer
Die römische Armee setzte verschiedene Fernwaffen ein: Ballisten waren torsionsbetriebene Maschinen mit zwei Armen, die Bolzen mit enormer Kraft abschossen. Katapulte hingegen nutzten Hebel- oder Torsionskraft, um größere Projektile wie Steine oder Feuerkugeln zu schleudern.
Ein gut ausgebildetes Team von 3–5 Legionären war nötig, um eine Ballista effizient zu bedienen, von der Spannvorrichtung bis zum Zielvorgang. In historischen Berichten, wie bei Vegetius („Epitoma rei militaris“), wird betont, dass Ballisten in Schlachten und bei Belagerungen unverzichtbar waren.
Die Fertigung solcher Bolzen war eine Kunst für sich. Plinius der Ältere beschreibt in seiner „Naturalis Historia“ die Schmiedekunst der Römer, wobei insbesondere gehärtetes Eisen und exakte Verarbeitung für die tödliche Effizienz entscheidend waren. Die Herstellung erfolgte oft direkt in mobilen Feldschmieden der Legionen.
Ein seltenes Stück antiker Militärtechnik für Sammler, Historiker oder als Highlight in einer Sammlung römischer Artefakte.
Provenienz: Aus österreichischen Nachlass (Sammlung J.M.)
Länge: ca. 8,9 cm
Gewicht: ca 44,23 g